Vom 29. Juli bis 2. August Brarupmarkt in Süderbrarup

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Brarupmarkt essen

Einmal im Jahr gehen die Uhren in Süderbrarup anders als sonst. Das geschieht dann, wenn der Brarup Markt seine Pforten öffnet. Beginnend mit dem Fußballspiel zum Marktmeisterpokal, zieht es die Besucher aus der ganzen Region zum größten Volksfest in Schleswig-Holstein. Dabei blickt der moderne Markt auf eine über 400-jährige Tradition zurück. Der Brarupmarkt wurde im Jahr 1593 erstmals erwähnt und feierte 1993 sein 400-jähriges Jubiläum.

Der Brarup-Markt hat sich im Laufe der Jahrhunderte von einem bäuerlichen Markt zu einem Volksfest mit Schaustellern und Künstlern entwickelt. Heute handelt es sich um einen Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Buden, es gibt aber immer noch den traditionellen Viehmarkt am vorletzten Markttag.

Warum nicht vor dem Brarupmarkt im Landgasthaus Boddelhoch einkehren und sich bei unserem leckeren Büffet ordentlich stärken? Von Freitag bis Sontag, in der Zeit von 17.00 – 21.30Uhr und am Sonntag auch zwischen 11.30 – 14.00Uhr, bieten wir Ihnen täglich kalt-warmes Büffet mit Rind, Schwein, Geflügel, Fisch, Beilagen und Salate.

pro Person € 16.50
Senioren ab 65 Jahren € 14,50
Kinder pro Lebensjahr € 1,00
(Auszug aus https://www.brarupmarkt.de/) Ein buntes Bild des Brarup-Marktes vergangener Zeiten liefern historische Reisebeschreibungen, in denen die Chronisten ihre persönlichen Eindrücke in einer lebhaften Sprache festgehalten haben. Selbst für nicht aus Angeln stammende Autoren war der Brarup-Markt ein beliebtes Thema, wurde er doch in mehreren Topographien des 19. Jahrhunderts als berühmter Markt, welcher aus den nächsten Städten und ganz Angeln besucht wird. (Landesbeschreibung von J. Lindemann 1876) dargestellt. Auch das 1847 herausgegebene Handbuch für Reisende in den Herzogtümern Schleswig Holstein und Lauenburg empfiehlt den Besuch des Kirchdorfes Süderbrarup, wo vom Dienstage nach Jacobi an während dreier Tage der berühmte Braruper Markt gehalten wird, der von ganz Angeln aus besucht und wie ein förmliches Volksfest gefeiert wird.

Die besondere Bedeutung des Brarup wird in den Chroniken immer wieder unterstrichen. So stellt Moritz Busch in seinen Schleswig-Holsteinischen Briefen 1856 fest: „Es hieß in früheren Briefen, der Angler sei durchschnittlich von melancholischem Temperament. Wie aber jede Regel ihre Ausnahme hat, so auch diese. Einmal im Jahre legt das ganze Volk wie Ein Mann die ernste nachdenklich grüblerische Miene ab und macht ein Gesicht so feiertagsmäßig und so lustig zugleich, als ob Ostern, Pfingsten und Weihnachten, Fastnacht und Erntedank auf diesen Tag fielen. Das ist der berühmte Markt von Süderbrarup, Montag, Dienstag und Mittwoch nach Jacobi.“

Dass es weithin in Angeln fast schon ein Muss war, einmal im Jahr mit der Familie zum Brarup zu fahren, wird immer wieder belegt. Knechte und Mägde bekamen wie selbstverständlich frei.